Galerie Boa constrictor Hog Island

Boa constrictor Hog Island

Verbreitungsgebiet Honduras

Taxonomischer Status Anerkannte CITES Unterart


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Von Cayo de los Cochinos, einer Insel vor der Küste von Honduras wurde 1988 erstmals eine bisher unbekannte Farbvariante von Boa c. imperator nach Deutschland importiert. 

Diese Tiere, die so genannten Hog Island Boas (Hog Island ist der Spitzname von Cayo de los Cochinos) sind eine natürlich vorkommenden hypomelanistische (=Mangel an schwarzen Pigmenten) Form.

Die Grundfärbung reicht von einem milchigen Weiß bis zu einem dunklen Graubraun. Einige außergewöhnliche Tier zeigen eine leuchtend orange Farbe.



Die "Hoggies" wurden häufig von Händlern als "Boa c. sigma" vermarktet. Das ist natürlich nicht richtig. Übrigens ist es sehr zweifelhaft, ob Sigmaboas überhaupt existieren. In neueren Publikationen werden diese Unterart ohnehin nicht mehr erwähnt.

Aber zurück zu den Hoggies: Die Taxonomen stimmen überein, dass es sich bei diesen Tieren nur um eine Inselform von Boa c. imperator handelt.  Wir sind keine Taxonomen und auch keine "Schuppenzähler", aber wir denken dass es schade ist, dass die Hog Island Boas nicht als eigene Unterart anerkannt wurden.

Der Hog Island Boa Boom in den frühen 80er Jahren führte zu einer exzessiven  Ausfuhr dieser Tiere. Dadurch, sowie durch die Zerstörung des natürlichen Habitats und die übliche Tötung von Schlangen durch Einheimische wurde die Anzahl der Boas auf  Cayo de los Cochinos Ende der 80er Jahre bis zu einem Grad dezimiert, an dem die existierende Population keine Chance für einen längerfristigen Fortbestand mehr zu haben schien. Bei einer von Herpetologen im Jahr 1986 durchgeführte Feldstudie konntge kein einziges Exemplar der Hog Island Boas mehr gefunden werden (Wilson & Cruz, 1993).

Aus diesem Grund und wegen der Beschädigung der Korallenriffe, welche die Inseln umgeben traf das Smithsonian Institut in Washington D.C., USA mit der Regierung von Honduras eine Vereinbarung, dass die Hog Islands und die umliegenden Gewässer für 50 Jahre den Status eines Naturschutzgebietes (Reserva Marina Cayos Cochinos) erhalten. Das Smithsonian Institut verpflichtete sich, mit seinen Fachkräften hier Hilfe und Unterstützung zu gewähren.

Wie es scheint, hat sich die Hog Island Boa Population mittlerweile wieder einigermaßen erholt. Im Dezember 2008 erreichte uns dazu dieses Email:

Hello,

I am a field biologist from Cal Poly, San Luis Obispo, California.  My main focus is rattlesnakes but I have been given an incredible opportunity to go to the Cayos Cochinos islands to research the Boa Constrictors there.  Although these animals can not be exported and therefore the captive stock is in decline, you should have the correct facts about the wild population.  They are still present on the big and small islands of the Cayos Cochinos and most active during the wet season.  This information is based on annual trips by myself, other graduate students, and professors within the last five years.  The big island is open to the public, however you must arrange with the Honduran Coral Reef Foundation to get on the small island.  They are amazing animals, especially in their natural setting, and deserve conservation efforts.  While as a breeder you might not feel as strongly about wild populations, please change the information on your website so that  the public knows these animals are still around to be seen and protected.

Thank you,
Jordan Ahle
Biological Sciences Department
Physiology and Ecology of Reptiles Laboratory
Cal Poly, San Luis Obispo, CA, 93047    

Ich bin ein Feldherpetologe aus Cal Poly, San Luis Obispo, Kalifornien. Mein Hauptinteresse gilt den Klapperschlangen, aber mir wurde die unglaubliche Möglichkeit zuteil, auf den Cayos Cochinos Inseln die dortigen Boa constrictor zu erforschen. Obwohl diese Tiere nicht exportiert werden dürfen und deshalb der Bestand in der Terraristik zurückgeht, solltest du die korrekten Fakten über die Population in der Wildnis haben. Sie sind immer noch auf den großen und kleinen Inseln der Cayos Cochinos vorhanden und während der Regenzeit sehr aktiv. Diese Information basiert auf den jährlichen Reisen von mir, anderen graduierten Studenten und Professoren während der letzten fünf Jahre. Die große Insel kann von der Öffentlichkeit besucht werden, ein Besuch der kleinen Insel muss mit der Honduranischen Coral Reef Stiftung vereinbart werden.
Es sind erstaunliche Tiere, besonders in ihrer natürlichen Umgebung und verdienen die Bemühungen zu ihrer Erhaltung. Obwohl du als Züchter vielleicht nicht so sehr an den Wildpopulationen interessiert bist, ändere bitte die Information auf deiner Internetseite damit die Öffentlichkeit weiß, dass diese Tiere immer noch vorhanden sind und geschützt werden.

(Anmerkung: Das tun wir gerne!)

Danke,
Jordan Ahle
Biological Sciences Department
Physiology and Ecology of Reptiles Laboratory
Cal Poly, San Luis Obispo, CA, 93047   

Fazit: Die Inselpopulation hat sich wieder erholt, aber der Bestand in der Terraristik geht zurück. Was die Sache noch schlimmer macht ist, dass Züchter in den USA damit begonnen haben, Hog Island Boas mit hypomelanistischen Mischlingsboas zu verpaaren, um Nachzuchten mit einem interessanteren Aussehen (was man dort so als interessant ansieht) zu erhalten. Es ist eine Schande, dass der erste, der das verbrochen hat von vielen Boa - Fans über dem großen Teich auch noch Applaus für seine züchterische Fehlleistung erntete.

Hog Island Boas verändern ihre Färbung. Während sie am Morgen extrem hell and fast ohne erkennbare Zeichnung sind, erscheinen sie am Abend dunkler und kontrastreicher. Die "Hogies" sind eine sehr kleine Boa - Variante. Normalerweise
erreichen die Weibchen höchstens eine Länge von  1.80 m.