Galerie Boa constrictor orophias

Mehr Informationen unter: 

Boa c. orophias - St. Lucia Boa

Verbreitungsgebiet Insel St. Lucia (Kleine Antillen)

Geschätzte durchschnittliche Länge bis zu 250 cm

Taxonomischer StatusBesonderheit: oft sehr aggressiv


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

| Boa constrictor orophias infos | St. Lucia Boa infos | Boa c. orophias Züchter | Boa c. orophias kaufen | Boa c. orophias Nachzuchten | St. Lucia Boa Züchter | St. Lucia Boa Nachzuchten | St. Lucia Boa kaufen  |

Boa constrictor Nachzuchten abzugeben

Der karibische Inselstaat St. Lucia war bis 1979 eine britische Kolonie. Der üppige Regenwald, der früher große Teile der bergigen Vulkaninsel bedeckt hatte, ist inzwischen fast vollständig abgeholzt worden.

Das tropisch feuchte Klima von St. Lucia wird durch die nord-östlichen Passatwinde gemildert. Regenzeit ist von Mai bis September. Die Temperaturen unterliegen im Jahresverlauf nur geringen Schwankungen und liegen tagsüber zwischen 28° und 33° Celsius.

Im Norden des Landes stellt die Bodenerosion ein großes Problem dar. Landwirtschaftliche Chemikalien, Einleitung ungefilterter Abwässer sowie unsachgemäße Entsorgung und Lagerung von Abfall stellen eine weitere Bedrohung für die Natur der Insel dar.

Angesichts dessen ist es nicht verwunderlich, dass die auf St. Lucia lebende Population von Boa c. orophias im höchsten Maße gefährdet ist.

Die St. Lucia Boa ist am Rücken hell- bis mittelbraun und an den Flanken grau gefärbt. Die dunkelbraunen Sattelflecken sind relativ breit und meist voneinander getrennt. In ihnen finden sich häufig helle Bereiche. Im hinteren Drittel wird die Färbung der St. Lucia Boa düsterer. Dieser Bereich schillert bei geeignetem Licht in einem metallischen Blauschwarz.

 

Boa c. orophias ist eine schlanke und muskulöse Schlange mit einem länglichen Kopf. Die meisten Vertreter dieser Unterart gelten als leicht reizbar.
Laut James D. LAZELL soll diese Subspezies auch auf der Karibikinsel St. Kitts vorkommen (Bull. Mus. Comp. Zool., Harvard Univ., 132 (3); 245-273, December, 1964).
Die ersten St. Lucia Boas wurde 1993 in die deutsche Terraristik eingeführt, als ein Münchner Boa constrictor Liebhaber in den Niederlanden drei adulte Pärchen erwarb. Im Sommer 1995 glückte ihm die erste Nachzucht.
Seine Monopolstellung hielt jedoch nicht lange, da ein Niederbayerischer Züchter, der kurz zuvor ebenfalls einige adulte Exemplare dieser Unterart erhalten hatte, auf Anhieb Junge bekam.
1995 kamen also in Deutschland gleich zwei Würfe von Boa c. orophias zur Welt. Auch in den Folgejahren waren die Zuchtergebnisse außergewöhnlich gut.
Da es sich bei der St. Lucia Boa nicht unbedingt um eine sehr attraktive Unterart handelt, war der Markt relativ schnell gesättigt und die Züchter hatten Schwierigkeiten, Käufer für ihre Tiere zu finden. Das Interesse in der deutschen Terraristik Szene an Boa c. orophias tendierte bereits 1998 gegen Null.
Wie schnell sich die Dinge ändern können, zeigt eine Bestandsaufnahme aus dem Jahre 2006: Die St. Lucia Boa zählt weltweit zu den seltensten Unterarten von Boa constrictor und ist auch in Deutschland wieder zur Rarität geworden. Es ist ein Rätsel, was aus den vielen Nachzuchten der 90er Jahre geworden ist. Wir vermuten, dass die meisten nicht mehr am Leben sind, obwohl es sich bei Boa c. orophias eigentlich um eine robuste Unterart handelt. Wahrscheinlich sind viele Tiere damals in unqualifizierte Hände geraten.