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Schlagwoerter

Boa constrictor in Toilette | Boa constrictor ausgebrochen | Boa constrictor entkommen | Boa constrictor Abwassersystem | Boa constrictor im Klo |

Beisserei unter Boa constrictor

Die Haltung von zwei Boas in einem Terrarium ist möglich und vorteilhaft für den Halter und auch für die Tiere. Allerdings gibt es hier einige Vorsichtsmaßnahmen zu beachten, damit es nicht zu Beissereien mit schlimmen Ausgang kommt. Zum Beispiel müssen die Boas zum Füttern immer getrennt werden und dürfen nachdem sie gefressen haben, nicht gleich wieder zusammengesetzt werden.

Es sollte auch darauf geachtet werden, dass nachts beim Vorbeigehen am Terrarium kein sich bewegender Schatten auf die Tiere fällt, da diese einen solchen als Bewegung eines Futtertieres misinterpretieren und danach schnappen können. Wenn das beide Boas gleichzeitig tun, kann es dazu kommen dass sie sich ineinander verbeißen. In der Regel lassen sie sofort los, aber es kann auch mit schweren Verletzungen enden. Insbesondere im Sommer ist die Gefahr von Beißereien größer, da durch die höhere Temperatur die Tiere aufgeweckter und nervöser sind.

Was im vorliegenden Fall zur Beißerei geführt hat, ist nicht bekannt.

Hier ist die Fotodokumentation zu dem Fall:

Durch Umstände, die nicht geklärt werden konnten, hat eine Boa nach der anderen geschnappt.

Man kann zunächst versuchen, die Tiere ins kalte Wasser zu tauchen. Fließendes Wasser aus der Leitung ist besser als stehendes. Aber manchmal kann so ein Kampf nur beendet werden, indem man noch schärfere Mittel einsetzt. 

Es ist deutlich zu erkennen, wie sehr das Maul und der Unterkiefer durch das Zubeißen, Drehen und Würgen in Mitleidenschaft gezogen wird.

Ein ganz trauriges Bild, das diese Mexiko Cancun Boa c. imperator hier bietet. Ohne Operation ist das Tier nicht mehr zu retten

Dieses Foto zeigt deutlich das erschreckende Ausmaß der Verletzung.

Glücklicherweise konnte die Sache von einem Wiener Tierarzt im Rahmen einer Operation wieder behoben werden. 

 

Wir bedanken uns beim Halter der Hog Island und der Cancun Boa, der uns namentlich bekannt ist, dass er uns die Aufnahmen zur Verfügung gestellt hat.


Dümmer geht es nicht mehr!

Man fragt sich wirklich, wer dümmer ist: Die Eltern dieses 7jährigen Mädchens, die leichtsinnig die Gesundheit ihres Kindes aufs Spiel setzen indem sie ihr einen solchen Auftritt erlauben (oder ihn sogar arrangiert haben?) oder die Veranstalter der Britischen Fernsehshow "Britains got Talent", die einen solchen Wahnsinn auch noch an Millionen von Haushalte übertragen und dadurch zur Nachahmung anregen.

Wir haben auf unserer Seite schon hinreichend dargelegt wie gefährlich es ist, eine Riesenschlange Showbedingungen auszusetzen. Durch die ungewohnte Umgebung, die vielen Leute, das Scheinwerferlicht und die ganze Atmosphäre wird das Tier nervös und kann zubeißen. Häufig geht so ein Biss im wahrsten Sinn des Wortes ins Auge (siehe hier)

In diesem Fall kann es sogar noch schlimmer kommen: Die Boa hat sich so dicht um den Hals des Kindes gewickelt, das schon ein wenig mehr Druck genügt, um die Blutzufuhr zum Gehirn durch die Halsschlagader zu unterbrechen. In diesem Fall wird man innerhalb von Sekunden bewußtlos. Wenn dann Helfer versuchen würden, die Boa vom Hals zu wickeln würde das Tier sich erst richtig festklammern (jeder Riesenschlangenhalter weiß das).

Im Vergleich zu dem was da schlimmstenfalls passieren kann, wäre sogar der Unfall bei "Wetten das" in den Schatten gestellt.

Auf den Vorfall hat uns eine Besucherin unserer Seite, Frau Cynthia Servetnick aus San Francisco hingewiesen. Sie hat die Produzenten der Fernsehshow aufgefordert, in einer der nächsten Sendungen explizit auf die Gefährlichkeit dieses Auftritts hinzuweisen und davon abzuraten.

 

 


Wir finden diese Information aus dem Newsletter Nr. 1.2012 der DGHT e. V. sehr interessant und wert, auf unserer Seite veröffentlicht zu werden:

 

Aktiv in Europa: Rettet die kürzlich gegründete EU–ARK die Reptilienhaltung?

Die „European Amphibian and Reptile Keepers Association“ (EU-ARK), Website: euarg.org, setzt sich europaweit für den verantwortungsbewussten Handel und die artgerechte Haltung von Amphibien und Reptilien ein. Während nationale Organisationen wie die DGHT praktisch nur national handeln können, während die Musik in Europa – also in Brüssel – spielt, kann der neu gegründete Verein direkt bei den Institutionen der EU Gehör fi nden. Der Trick: in Brüssel wurde ein „europäischer Verein“ gegründet. Die bürokratischen Hürden waren hoch, vor kurzer Zeit ist es jedoch gelungen, den Verein offi ziell eintragen zu lassen. Nach der Satzung ist der Verein eine Organisation, in der der Handel und Reptilienhalterinnen und -halter an einem Strang ziehen, denn es geht darum, in Brüssel die Stimme zu erheben gegen die radikalen, fi nanziell bestens ausgestatteten und gut vernetzten Tierrechteorganisationen und sich für den Erhalt der Terraristik in Europa einzusetzen. Für den Handel wirkt in Brüssel die bereits seit einigen Jahren gut eingeführte „European Pet Organisation“ (EPO), mit der eine enge Zusammenarbeit angestrebt wird. In der Tat gibt es einige Entwicklungen in der EU, die zu erheblichen Einschränkungen für Reptilienhalter führen können. Anlässlich einer Sitzung der EU ARK am 9. März in Hamm wurde dies deutlich. Heiß diskutiert werden die „Invasive Alien Species“ (Bio-Invasoren-Arten). Künftig soll EU-weit besser verhindert werden, dass sich nichteinheimische Arten etablieren können. Invasive Arten, also Tiere und Pfl anzen, die in einer bestimmten Region nicht heimisch sind, sich dort aber fortpflanzen können, sollen dort nicht mehr vermehrt und gehandelt werden dürfen. Das klingt zunächst für die Halterinnen und Halter exotischer Arten aus dem mitteleuropäischen Raum harmlos,  kann aber dramatische Folgen haben, wenn hierzu eine EU-weite Regelung getroffen wird, denn auf den Kanarischen Inseln können sich die meisten exotischen Reptilien fortpflanzen. So weit wird es aber wohl nicht kommen: es sollen durchaus geografi sche Grenzen gezogen werden, gefragt sind dann nationale Artenlisten, die natürlich in den mitteleuropäischen Ländern weitaus kürzer ausfallen dürften als in südlicheren Breiten. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz u n d Reaktorsicherheit (BMU) in Bonn hat gegenüber der DGHT schon signalisiert, dass in Deutschland mit Augenmaß gehandelt werden wird. Das Bundesamt für Naturschutz arbeitet derzeit an „Steckbriefen“, in der die invasiven Gefahren, die von einer Art ausgehen (könnten), nach exakt festgelegten Kriterien beurteilt werden. Einige EU-Länder wollen es sich dem Vernehmen nach leicht machen: alle nicht einheimischen Arten gelten zunächst als invasiv - es sei denn, es wird in einer (teuren) wissenschaftlichen Studie das Gegenteil erwiesen. Eine derartige Verfahrensweise will die EU–ARK unbedingt verhindern. Die Finanzierung der EU–ARK geschieht in erster Linie durch den Handel und die Industrie, es werden jedoch auch Privatspen- den angenommen. Die D G H T unterstützt die wichtige Lobbyarbeit in Brüssel k ü n f t i g durch die Teilnahme an Veranstaltungen und einen finanziellen Beitrag.

Die Kontaktadresse lautet: EU–ARK, Stationlei 68,

B–1800 Vilvoorde, Brüssel, Belgien.

Ansprechpartner in Deutschland: Hans-Dieter Philippen

(H-D.Philippen@t-online.de).



Wir werden im DGHT-Newsletter regelmäßig über die aktuellen Entwicklungen in Brüssel berichten.

Text: A. Mendt

Hinweis von H + E Stöckl: Erneut sei eine Mitgliedschaft in der DGHT e. V. wärmstens empfohlen!

<<< www. dght.de >>>

 

Tierschutzverbände wollen Verbot der Haltung von exotischen Tieren

Derzeit versuchen verschiedene Organisationen durch Beeinflussung der Politik ein Verbot der Wildtier und Exotenhaltung zu erreichen. Als Exoten und Wildtiere in der Haustierhaltung gelten sämtliche Arten von Reptilien, Amphibien, Fischen, Vögeln, (Haus-)Katzen, Meerschweinchen und sonstige deren Herkunft nicht in unseren Breitengraden Verbreitung finden.

Um dies zu verhindern, ist es wichtig, dass JEDER Exotenhalter oder Interessent jetzt diese Petiotion unterstützt und den Link weiterleitet:

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=22656



Wir können nur davor warnen, sich zurückzulehnen und sich darauf zu verlassen, dass andere das schon machen. JEDE Stimme wird gebraucht, sonst kann es ein böses Erwachen geben!

Laufenden Koalitionsverhandlungen in Berlin, derzeitiger Stand

Die Koalitionsarbeitsgruppe Umwelt und Landwirtschaft – unter der Leitung von Katherina Reiche (CDU/CSU) und Ute Vogt (SPD) – haben folgende Informationen über den Stand der Gespräche veröffentlicht (Stand Montag, 18.11.2013):

Den Handel mit und die private Haltung von exotischen und Wildtieren regeln wir bundeseinheitlich. Der Import von Wildfängen soll grundsätzlich verboten und gewerbliche Tierbörsen für exotische Tiere untersagt werden.

Quelle: DGHT e. V.

Um ehrlich zu sein, den Import von Wildfängen zu verbieten und die Börsen zu regulieren, finden wir eigentlich sinnvoll. Da man aber nicht weiß, was sonst noch alles kommt und für Leute, die eine andere Meinung vertreten als wir, hier zwei Links, wo Sie versuchen können, noch Einfluss auf diese Entscheidung zu nehmen:

 

Unter folgenden Links stehen vorbereitete Protestschreiben an MdB Ute Vogt (SPD) und MdB Katherina Reiche (CDU) zum Download zur Verfügung:

www.cdu.dght.de

www.spd.dght.de

Aufruf der DGHT: Schicken Sie diese Schreiben per Email oder Post an o. g. Personen!



Boa frisst Motorradhandschuh

Am 16. Oktober 2011 wandte sich der Boa constrictor Halter Detlev Rahn per Email hilfesuchend an uns.  Was war passiert? Man lese und staune: Eine seiner Boas hatte einen Motorradhandschuh der Größe 11 aufgefressen.

 

Der Motorradhandschuh Größe 11, teils Kunststoff, teils Leder. Jetzt befindet er sich im Magen der Boa constrictor. Foto: Detlef Rahn

 

Herr Rahn wollte einen Kurzurlaub antreten und füllte daher vorher noch die Trinkwasserbecken seiner Boas. Eine seiner Exemplare ist sehr bissig, deshalb streifte er vorsichtshalber einen Motorradhandschuh über. Wie erwartet biss das Tier sofort zu und umwickelte die Hand mit dem Handschuh.

Da Herr Rahn aus Zeitgründen nicht abwarten wollte, bis das Tier losließ, streifte er den Handschuh mit dem Tier, das sich darin verbissen hatte mit einigen Mühen ab und ließ Handschuh und Boa im Terrarium zurück in der Erwartung, dass das Tier irgendwann loslassen und sich dann nicht weiter um den Handschuh kümmern würde.

Leider hatte Herr Rahn die Rechnung ohne die Boa gemacht. Als er nach 5 Tagen von seinem Kurzurlaub zurückkam, war der Handschuh verschwunden und die Boa dick.

 

Motorradhandschuh in Boa, ca. 1 Woche nachdem sie ihn verspeist hatte. Foto: Detlef Rahn

 

Unglücklicherweise besteht der Handschuh zu einem guten Teil aus relativ unverdaulichem Kunststoff. Es bleibt daher abzuwarten, ob die Magensäure der Boa den Handschuh auflösen oder wenigstens aufweichen kann.

Zudem steht fest, dass die Textilie eine nicht unerhebliche Belastung für den Organismus des Tieres darstellt, erstens aufgrund der nicht zum Verzehr gedachten Materialien und zweitens aufgrund der Tatsache, dass der Handschuh auch noch imprägniert ist. Da freut sich die Leber!

Da dies ein nicht alltäglicher Fall ist, haben wir unsere Tierärzte, die Dres. Heuberger darüber in Kenntnis gesetzt. Sie rieten dazu, erst mal abzuwarten, ob der Handschuh vielleicht doch noch auf natürliche Weise ausgeschieden oder ausgewürgt wird.

Leider schien zunächst beides nicht der Fall zu sein. Herr Rahn berichtete am 06.11.11, dass sich der Handschuh im Leib der Boa nun hart wie ein Gummiball anfühlt und sich nicht verschieben lässt.

Zu diesem Zeitpunkt befand sich die Textile seit 16 Tagen im Leib der Boa.

 

Motorradhandschuh in Boa constrictor (Draufsicht), ca. 16 Tage nachdem sie ihn gefressen hatte. Bisher ist nichts erkennbar, dass die Textilie verdaut werden kann. Foto: Detlef Rahn

 

Für den Fall, dass sich das Problem nicht bald löst, schlagen die Dres. Heuberger einen Versuch mit Öleingabe vor. Wenn das nicht funktioniert, bleibt nur noch eine OP. Leider wohnt Herr Rahn zu weit weg, um das Tier in die Obhut dieser kompetenten Reptilientierärzte geben zu können. Es bleibt zu hoffen, dass sich auch in der Umgebung von Herrn Rahn, ein kompetenter Reptilientierarzt findet, der das Handschuh-Problem lösen kann, bevor es zu spät ist.

 

Motorradhandschuh in Boa constrictor (Bauchansicht), ca. 16 Tage nachdem sie ihn gefressen hatte. Bisher ist nichts erkennbar, dass die Textilie verdaut werden kann. Foto: Detlef Rahn

Update 13.11.2011:

Herr Rahn berichtet, dass der Knoten im Leib der Boa allmählich weicher wird und eine etwas länglichere Form annimmt. Es besteht also noch Hoffnung, dass sich das Problem auf natürliche Weise löst.

 

update 01.12.2011:

Der Leib der Boa ist aufgegast. Kein gutes Zeichen...

Foto: Detlef Rahn

 

 

Am 11.12.2011 hat die Boa nun den Handschuh ausgewürgt. Oben im Vergleich das unversehrte Gegenstück.

Foto: Detlef Rahn

Fazit: Der Handschuh befand sich fast zwei Monate im Magen der Boa. Das Foto zeigt, dass er so gut wie unverdaut ist. Es bleibt abzuwarten, ob das Tier durch die ganze Aktion einen gesundheitlichen Schaden davongetragen hat oder ob nun die Sache erledigt ist. Wir sind ein wenig skeptisch, hoffen aber, dass wir uns täuschen.

Wir danken Detlef Rahn für die interessante Story und wünschen ihm alles Gute!

 
Boa constrictor in der Toilette

Für eine 7jährige aus Hannover - Linden wurde der absolute Alptraum vieler Leute Wirklichkeit. Als sie daheim im Badezimmer zur Verrichtung ihrer Notdurft den Deckel der Toilette öffnete, schaute sie direkt in die Augen einer jungen Boa constrictor. Die herbeigerufenen Einsatzkräfte der Polizei und der Feuerwehr konnten zwar noch ein Foto des Tieres machen, aber es gelang ihnen nicht, die Boa einzufangen. Diese verschwand auf Nimmerwiedersehen im Abwasserrohr.

Offenbar war das Tier seinem Besitzer aus dem Terrarium entkommen, in die Toilette gekrochen und durch das Abwassersystem in eine andere Wohnung gelangt.

 

So, jetzt kann jeder das Kopfkino einschalten und sich vorstellen, was passieren könnte, wenn man sich auf die Schüssel setzt :o)

Foto mit freundlicher Genehmigung der Polizeidirektion Hannover


 

 

Ein besonders dreister Betrugsversuch!

Mitte August wurden wir von unseren tschechischen Freunden Mirka and Dan Korejsowa darüber informiert, dass sich eine Person aus der Slowakei, die mit Surinam Boas handelt, bei ihnen gemeldet hat. Diese Person bezweifelte die Information auf der Website von Mirka und Dan bezüglich der Surinam Pokigron Boa c. constrictor. Er behauptete, dass es in Surinam keine Pokigron Region gäbe.

Um das Gegenteil zu beweisen und den guten Mann nicht dumm sterben zu lassen, gaben wir die Informationen über unsere Pokigron Boas an ihn weiter. 

Nicht einmal vier Wochen später bietet nun genau der selbe Händler, der die Pokigron Region angezweifelt hatte, auf tschechischen Reptilienseiten Surinam Pokigron Boas Nachzucht September 2011 an.

Das heißt, dass er die Lokalität nur angezweifelt hatte, um genaue Informationen zu bekommen, die er benutzen kann, um seine Boas nun auf betrügerischer Weise als Pokigron Boas zu vermarkten, um mehr Geld für sie zu bekommen.

Es scheint, dass die Dreistigkeit in diesem Geschäft keine Grenzen mehr kennt.

Wir bedanken uns bei unseren Freunde Mirka and Dan dafür, dass Sie diesen Betrug aufgedeckt haben!